Gewohnheiten verändern: Herausforderungen und Umsetzungsschritte – Teil 2

In diesem zweiten Teil gehe ich darauf ein wie Du Gewohnheiten verändern kannst und welchen Herausforderungen und Umsetzungsschritten Du Dich stellen solltest.

Im ersten Teil: Neue Gewohnheiten in Dein Leben integrieren beschreibe ich Dir wie Du für Dich herausfindest, was Dir gut tut. Zum Ende des Beitrags bin ich darauf eingegangen, dass ich es als wichtig empfinde, für Dich selbst herauszufinden, ob das neu Ausprobierte wie eine neue Sportart oder ein grüner Smoothie sich gut für Dich anfühlt. Diese Fragen helfen dabei: Tut es Dir richtig gut? Schmeckt es Dir wirklich? Macht es Dir Spaß? Sei dabei bitte ganz ehrlich zu Dir.

Diese Überprüfung auf mentaler Ebene ist ganz wichtig um für Dich herauszufinden, was gut passt. Dies ist jedoch gar nicht so einfach. Denn unser Verstand ist da manchmal ziemlich eigensinnig und zieht uns auf die falsche Route. Wir wollen so gern, dass sich diese gesunden Sachen, der aktive Lebensstil und die Entspannungsübung gut anfühlen.

Um so zu diesem gesunden energiegeladenen Leben zu kommen. Unser Verstand meint es dann auch nur gut mit uns, aber ist eben nicht immer ganz ehrlich. Höre also auf Dein Bauchgefühl, ob es Dir gut tut und sich gut anfühlt und Du es in Dein Leben integrieren möchtest.

Manchmal braucht es auch einen zweiten Anlauf

Dem grünen Smoothie habe ich eine zweite Chance gegeben und nun mag ich ihn gern ab und zu mal

Dem grünen Smoothie habe ich eine zweite Chance gegeben und nun mag ich ihn gern ab und zu mal

Wenn Du etwas neues ausprobierst, aber irgendwie fühlt es sich noch nicht so richtig an. Auch in Ordnung. Gebe Dir diese Freiheit und lasse es erstmal. Probiere stattdessen etwas anderes aus. Und manchmal lässt es uns einfach nicht los und wir wollen es immer noch gern. Mir ging es so mit den grünen Smoothies. Da ich nur wenig Obst esse, waren meine ersten Versuche tatsächlich wenig schmackhaft und eher wässrig als ein Genuss.

Doch da mich das so fasziniert hat, in einer Mahlzeit so viele gesunde Nährstoffe zu mir nehmen zu können, wollte ich davon noch nicht ganz abkommen. So habe ich nach verschiedensten Rezepten gesucht mit Zutaten, die ich auch essen kann und habe es noch ein zweites und drittes Mal probiert. Und schlussendlich sind echt leckere Varianten dabei herausgekommen, die ich gern ab und zu zu mir nehme.

Schritt für Schritt Gewohnheiten verändern und in Dein Leben integrieren

Nach der Fragerunde an Dich selbst weißt Du ja nun mehr, was Dir gefällt. Wenn Du feststellst, dass Dir etwas gut tut , dann lasse es zu einer neuen Gewohnheit werden und bringe es in eine Routine. Bereite Dir Dein Essen mit gesunden Lebensmitteln selber zu, gehe einmal die Woche Walken, führe die Achtsamkeitsübungen ein. Aber Vorsicht: Nicht alles auf einmal. Schritt für Schritt. Fange damit an, wo der Schuh am meisten drückt.

Das kann durchaus die Ernährung sein. Fange an erstmal eine Mahlzeit am Tag komplett umzustellen, zum Beispiel das Frühstück. Und suche Dir von den Möglichkeiten eine unter der Woche und eine Wochenendvariante heraus. Dann ist es viel leichter planbar und Du brauchst Dich nicht jeden Tag mit zig Gedanken darum beschäftigen. Etabliere es als festen Bestandteil und führe es 1 Monat lang durch. Du wirst sehen, nach einigen Tagen fällt es Dir immer leichter und es benötigt immer weniger Aufmerksamkeit.

Gewohnheiten verändern benötigt Zeit – gebe sie Dir

Nach und nach baust Du dann die anderen gesunden und aktiven Elemente in Dein Leben ein, die Dir wirklich gut tun. Bei mir ist das zum Beispiel, Frühsport am Morgen, ein warmes Porridge, selbst gemachtes Mittagessen, Meditation am Abend und einige mehr. Jedoch sind diese Bausteine in meinem Leben mal mehr und mal weniger intensiv vertreten. Ich variiere nach meinem Befinden und schaue was mir gerade wann gut tut.

Gewohnheiten verändern braucht Zeit, führe zunächst ein Hafer-Porridge zum Frühstück ein

Gewohnheiten verändern braucht Zeit, führe zunächst ein Hafer-Porridge zum Frühstück ein

Wenn Du dann Dein Leben schrittweise mit den neuen gesunden und aktiven Gewohnheiten füllst, wirst Du feststellen, wie motivierend das ist. Du kannst es selber in die Hand nehmen und so Dein Leben gestalten.

Probiere es aus und behalte die Sachen in Deinem Leben, die sich für Dich als gut bewähren. Du wirst immer mehr ein Gespür dafür erhalten, was Dir gut schmeckt und was sich gut für Dich anfühlt. Und jeder kleine Baustein führt zu Deinem gesünderen und aktiveren Leben. Behalte im Kopf: Der Weg ist das Ziel. Es gilt immer wieder: Neues entdecken, Herausforderungen meistern, mit kleinen Schwächen umgehen und Altes auszutauschen.

Lass los, was Dir nicht gut tut!

Stellst Du selbst nach Wochen fest, dass es Dir doch gar nicht schmeckt, wie zum Beispiel grüne Smoothies. Oder Dir der neue Sport nicht so wirklich Spaß macht, dann gestehe es Dir ein und lasse es. Wenn es Dir nicht wirklich Freude bereitet oder Du Dich auf etwas freust, dann bringt es nichts, es zwanghaft weiter durchzuführen.

Wenn Du neue Rezepte ausprobierst, ein neues Sportprogramm und Du hinterher feststellst, dass es nicht zu Dir passt, dann nehme es als neue Erfahrung an. Ich habe wahrscheinlich genauso viele Dinge ausprobiert, die mir nicht gefielen, wie die von denen ich begeistert bin. Joggen beispielsweise, ist einfach nicht so mein Ding, ich habe es mehrmals ausprobiert und bin es langsam angegangen, aber ich habe einfach festgestellt, dass es mir kaum Freude macht. Da gehe ich doch lieber Wandern, flott spazieren oder eine Runde Radeln.

Oder mit dem Essen, für Thunfisch, Rindfleisch oder gekochten Amaranth kann ich mich nicht begeistern, selbst mit tollen Gemüsevarianten dazu, nun gut, dann lasse ich das eben weg. Und da ist es gut, einfach loslassen zu können und auf für mich passende Varianten auszuweichen. Etwas das uns dauerhaft nicht zusagt oder einfach nicht schmeckt kann noch so gesund sein. Aber so werden wir es nicht in unser Leben integriert bekommen.

Selber kochen ist für mich mittlerweile eine Gewohnheit wie das Zähneputzen

Selber kochen ist für mich mittlerweile eine Gewohnheit wie das Zähneputzen

Bleib neugierig, was es alles für Möglichkeiten gibt, probiere aus und entscheide für Dich, was Du als Gewohnheit in Dein Leben integrieren möchtest. Und am allerwichtigsten: Genieße es und freue Dich über die neuen Bestandteile die so in Dein Leben kommen werden. Viele weitere Ideen dazu findest Du in meinem Wohlfühlblog. Teile mir sehr gerne mit, ob Du ähnliche Erfahrung mit neuen Gewohnheiten gemacht hast.

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