8 inspirierende Fragen zu Deiner Darmgesundheit und welche aufschlussreichen Erkenntnisse Du daraus ziehen kannst

Darmgesundheit? Warum finden plötzlich alle den Darm interessant?

Die Gesundheit sitzt im Darm

Buchtitel wie Darm mit Charme, Darm natürlich gesund…Überraschend, dass in der letzten Zeit immer häufiger ein Buch zum Thema Darm die Hitliste der Sachbücher anführt.

Du möchtest wissen warum? Dafür gibt es vermutlich mehrere Gründe: immer mehr Menschen haben Probleme mit ihrer Verdauung und sind von Nahrungsmittelunverträglichkeiten betroffen.

Auch die Wissenschaft geht der faszinierenden Darmwelt detaillierter auf die Spur. Es gibt also immer mehr Wissen darüber, wie wir den Darm gesund erhalten können. Zu häufig gestellten Fragen möchte ich heute ein paar Antworten geben.

1 – Warum reagieren immer mehr Menschen gereizt?

Tatsächlich sind immer mehr von einem Reizdarm betroffen. Der Reizdarm äußert sich mit vielfältigen Symptomen wie Verstopfung und Durchfall, auch im Wechsel, krampfartige Bauchschmerzen und Blähungen.

Die genaue Ursache ist immer noch unklar. Doch fast alle Betroffenen haben eine gestörte Darmflora. Von Wissenschaftlern wird eine Therapie mit Probiotika empfohlen.

2 – Was sind die wichtigen neuen Erkenntnisse der Wissenschaft?

Die Milliarden von Bakterien in unserem Darm sind bestens organisiert, sie kommunizieren miteinander und trainieren sich gegenseitig. Dabei gibt es Bakterienstämme die bei jedem unterschiedlich stark dominieren.

Wissenschaftler fanden heraus, dass es weltweit drei Darmtypen gibt, die jeweils eine ähnliche Art der Besiedlung aufweisen. Diese Darmtypen arbeiten auf unterschiedliche Weise, je nachdem, wie viele und welche Bakterien in ihnen enthalten sind.

Ganz egal welchem Typus wir angehören, wenn die Darmflora gestört ist, führt dies zu Entzündungsprozessen und fördert Krankheiten.

3 – Welche Faktoren beeinflussen den Darm?

80 % des Immunsystems und große Teile des Hormon- und Nervensystems befinden sich in unserer Mitte des Körpers. Wie deren Zusammenspiel funktioniert ist von der Wissenschaft noch nicht hinreichend erforscht. Doch bekannt ist, das Stress, Umweltgifte und die falsche Nahrung den Darm empfindlich stören. Und es geht immer mehr in die Richtung, dass ganz viel geforscht wird.

4 – Wie sieht ein günstig besiedelter Darm aus?

Die Darmflora wird auch als Mikrobiom bezeichnet. Sie setzt sich aus bis zu 10.000 Bakterienarten und anderen Mikroorganismen zusammen. Idealerweise haben die guten Bakterien Überhand und leben in einer friedlichen Gemeinschaft zusammen.

Dann können sie den Keimen und Krankheitserregern den Kampf ansagen bevor diese sich im Darm niederlassen. Zudem zersetzen sie mit Hilfe von Enzymen die Nahrung.

5 – Was ist die ideale Ernährung für die Darmgesundheit?

Als grobe Richtschnur gilt: viel Gemüse, nahrhafte Beilagen und wenig Fleisch/Fisch. Da jeder von uns einen anderen Stoffwechsel hat und die Nahrungsmittel anders verwertet, gibt es nicht die eine ideale Ernährung. Jeder kann und darf für sich herausfinden, was ihm gut tut und bekommt.

Gemüse für mehr Darmgesundheit

Gemüse für mehr Darmgesundheit

6 – Was hilft um die Verdauung anzukurbeln?

Der Darm wird träge, wenn wir zu viel sitzen. Um den müden Darm in Schwung zu bringen hilft Bewegung: am besten sind moderate Bewegungen wie Spazierengehen, Wandern sowie Yoga und eher weniger Hochleistungssport.

Zudem ist es wichtig ausreichend genug zu trinken, das idealerweise bis eine halbe Stunde vor und eine Stunde nach den Mahlzeiten. Denn dann kann die Nahrung besser verdaut werden, da sie nicht unnötig durch Wasser verdünnt ist. Weitere Tipps findest Du in meinem Beitrag Zehn Ernährungsempfehlungen zur Vermeidung von Bauchbeschwerden.

7  – Wie kann ich meinen Darm sanieren?

Wir können der Besiedlung unseres Darms mit einer Probiotika-Kur wieder in die richtige Richtung leiten. Dazu ist es wichtig, darauf zu achten, dass es verschiedenste Präparate auf dem Markt gibt. Die wohl bekanntesten Milchsäurebakterien sind die Laktobazillen und die Bifidobakterien.

Die Dosierung der Probiotika sollte 24 bis 48 Milliarden Bakterienstämme umfassen und für 3 Monate durchgeführt werden. Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist darauf zu achten, dass oftmals Laktose verwendet wird. Für Betroffene gibt es aber auch Alternativen. Lass Dich dazu am besten in Deiner Apotheke betrachten.

Unterstütze Deinen Darm mit Probiotika

Unterstütze Deinen Darm mit Probiotika

8 – Was kann ich zusätzlich tun um die Darmflora zu unterstützen?

Die Darmschleimhaut sollte mit ausreichend Energie versorgt werden. Dass heißt, die Bakterien benötigen entsprechende Nahrung um im Gleichgewicht zu bleiben.

Um die Darmschleimhaut zu beruhigen hilft Kollagen. Es kann Proteine aufspalten und dadurch beschädigte Zellwände reparieren. Davon ist viel enthalten in Knochenbrühen: Hühnerbrühe, Rinderbrühe und sogar Fischbrühe enthalten Kollagen.

Zum Aufbau der Darmzellen ist L-Glutamin geeignet, es ist eine der wichtigsten Aminosäuren. Es ist hilfreich da es die Schleimproduktion anregt. Enthalten ist es in Spinat, Chinakohl, Petersilie, Linsen, Spirulina (Alge) und hochwertigem Weidefleisch.

Milchsäurebakterien helfen die Barrierefunktion der Darmschleimhaut zu unterstützen. Quellen sind neben Joghurt und Kefir fermentierte Produkte wie Sauerkraut oder das Umeboshi. Sauerkraut solltest Du am besten selber herstellen. Bei Steffi von Kochtrotz findest Du dazu ein wunderbares Rezept mit verschiedenen Varianten.

Ume…wie bitte?

Umeboshi Pflaumen sind getrocknete, in Salz und rote Shiso-Blätter eingelegte japanische Pflaumen, die in China und Japan als Lebensmittel und Medizin eingesetzt werden. Die Ume wird zwar Pflaume genannt, ist aber eine Aprikosenart.

Sie ist als eingelegte Frucht, als Essig oder Paste erhältlich. Sie eignet sich hervorragend als Würzmittel für Speisen wie Suppen, Soßen und Salate. Es sollte von einer Frucht nur 1 pro Tag gegessen werden.

Und Achtung, pur ist sie schon sehr gewöhnungsbedürftig, sie hat einen sehr intensiven sauren und salzigen Geschmack.

Darmgesundheit ganzheitlich unterstützen

Wie Du also siehst, gibt es wahnsinnig viel spannendes Rund um das Thema Darmgesundheit. Du weißt nun, dass jeder Darm anders ist, so wie auch Du selbst. Zudem konntest Du erfahren, wie der Darm beeinflusst wird und was Du konkret tun kannst.

Gesunde Nahrungsmittel, viel Bewegung, Probiotika um die richtigen Darmbakterien anzusiedeln und vielleicht das ein oder andere fermentierte Produkt wie Sauerkraut oder die Umeboshi. Diese gibt es übrigens auch in einigen Biosupermärkten zu kaufen.

2 Kommentare
  1. Katja Schiebler
    Katja Schiebler sagte:

    Hallo Theresa,
    super Beitrag mit klaren Aussagen. Der Darm ist das wichtigste Element, was die Gesundheit angeht. Deshalb ist es gut, dass sich immer mehr Leute gesünder ernähren. Ich finde es auch gut, dass Du sagst „Es gibt nicht die eine gesunde Enährung…“, denn jeder muss seine eigene gesunde Ernährung finden. :-)

    Wie stehst Du eigtl. zum Thema Milch und Milchprodukte? Ich selbst ernähre mich vegan.

    MfG Katja

    Antworten
    • Theresa Einziggesund
      Theresa Einziggesund sagte:

      Liebe Katja, vielen Dank für Dein Feedback.

      Ja, der Darm ist sehr wichtig für unsere Gesundheit. Es ist wie die Wurzel bei einem Baum, der Ort, wo sich unser Körper die Nährstoffe herholt und woher wir unsere Energie ziehen. Mit der Aussage es gibt nicht die eine gesunde Ernährung möchte ich sagen, dass sich wirklich jeder sein eigenes Bild machen sollte und auch für sich herausfinden sollte, was ihm gut tut.

      Aufgrund von Unverträglichkeiten bin ich auf die FODMAP-reduzierte Ernährung gekommen, die mir sehr geholfen hat meine Verdauungsprobleme zu minimieren. Zudem unterstützen meines Erachtens entzündungsarme Lebensmittel die Darmgesundheit. Milch und Milchprodukte sind entzündungsfördernd und werden von vielen Menschen nicht gut vertragen. Bei mir gibt es diesbezüglich aber hin und wieder Ausnahmen, Ziegen- und Schafmilch Joghurt und Käse aus dem Bioladen sind da meine persönlichen Favoriten.

      Liebe Grüße, Theresa

      Antworten

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